Ein Jahr voller Veränderung: Diese Trends hat 2020 für die Zukunft gebracht

Das Jahr 2020 nahm nach den ersten Wochen eine unerwartete Wendung. Schnell zeichnete sich ab, dass viele Dinge, die das Leben bisher geprägt hatten, nicht mehr oder nicht mehr in ihrer bekannten Form möglich waren. Diese besonderen Umstände, die über weite Teile sogar über den Jahreswechsel hinaus noch andauern, haben kreative Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt. Im Sinne des Sprichwortes „Not macht erfinderisch“ wurde ein enormes schöpferisches Potenzial freigesetzt, um Lücken zu füllen, Grenzen zu überwinden und Möglichkeiten zu schaffen. Daraus sind Trends entstanden, die mehr sind als kurzlebige Modeerscheinungen. Die Zukunft unserer Gesellschaft könnte in mancher Hinsicht anders aussehen. So hat das Jahr 2020 unser Leben geprägt.

 

Online-Entertainment als wesentlicher Freizeitfaktor

Einen besonders gravierenden Einschnitt hat die Freizeitgestaltung erfahren. Aufgrund von Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen waren viele Freizeitaktivitäten plötzlich nicht mehr möglich. Deshalb hat das gesellschaftliche Leben einen noch stärkeren Entwicklungsschub in die Digitalisierung erhalten.

Sowohl auf Veranstalter- als auch auf Nutzerseite wurden virtuelle Möglichkeiten geschaffen, um trotz aller Einschränkungen noch Sport treiben, Musik und andere Kulturangebote genießen und die eigene Freizeit bewusst und vielfältig gestalten zu können. Sportvereine und Fitnessstudios bieten inzwischen ein umfangreiches Online-Trainingsprogramm für zu Hause an. Konzerte, Theateraufführungen, Opern und Kunstausstellungen können per Stream ins heimische Wohnzimmer geholt werden. Sogar klassische Gesellschaftsspiele sind in den digitalen Raum umgezogen.

Ein großer Gewinner des Ausnahmejahres 2020 war die Gamingbranche. Die Anbieter virtueller Spielwelten haben in den vergangenen Monaten einen starken Zuwachs an neuen Nutzern verbuchen können. Gleiches gilt für Hardwareanbieter im Bereich Computer, Konsole, Gamingperipherie und gamingfähige Smartphones und Tablets. Einen besonderen Boom erleben Online Casinos. Sie sind keine direkte Entwicklung der besonderen Umstände 2020, allerdings hat das wachsende Interesse an digitalen Unterhaltungsmöglichkeiten auch diesen Trend begünstigt. Als neuer Markt konnten diese virtuellen Spielbanken 2020 beinahe zu den länger etablierten Bereichen der Gaming-Branche aufschließen. Wenn Online-Entertainment stärker in den Fokus rückt, sind Vielfalt und Abwechslung gefragt. Deshalb können auch unter den Online Casinos vor allem kreative Anbieter wie Wunderino Casino im Test überzeugen.

Online-Entertainment hat im Freizeitbereich einen großen Stellenwert eingenommen. Was zunächst als Notlösung erschien, hat sich vielfach etablieren können. So gehen Sportvereine davon aus, dass Online-Trainingsangebote auch nach den Kontaktbeschränkungen stark genutzt werden. Sie bieten große Flexibilität und ermöglichen ein regelmäßiges und individuelles Training auch in einem eng getakteten Alltag. Auch virtuelle Spieleangebote profitieren voraussichtlich langfristig von dem neuen Trend. In einer immer globalen agierenden Gesellschaft wird ein Angebot, das eine gemeinsame Freizeitgestaltung mit Freunden und Familie auf der ganzen Welt ermöglicht, nicht an Aktualität verlieren.

 

Digital Socializing als Kontaktform

Digital Socializing ist mehr als ein Modebegriff. Es ist eine Kampfansage gegen Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, und den Verlust menschlicher Nähe.

Das Jahr 2020 hat neue Grenzen geschaffen und selbst kleinste Distanzen scheinbar unüberwindlich gemacht. Aus der Notwendigkeit heraus sind neue Möglichkeiten des Digital Socializing entstanden, die Brücken geschlagen und Nähe geschaffen haben. Die Nutzung digitaler Kommunikationsmittel wie Videochats und Meetingplattformen ist heute viel weiter verbreitet und hat alle Altersklassen erreicht. 

Als Folge der stärkeren digitalen Kommunikation hat sich die Präsentation des Ich im Netz stark verändert. In der Videokonferenz mit dem Chef und den Kollegen muss der Gesamteindruck stimmen. Beim virtuellen Treffen mit lieben Menschen muss auch das Ambiente stimmen. Die persönliche Präsentation im Netz ist in den Fokus geraten. Was früher vor allem auf bildlastigen Social Media Kanälen wie Instagram oder Snapchat üblich war, ist inzwischen auch bei Teams, Skype und anderen Kommunikationsplattformen angekommen. Und nicht zuletzt haben durch die Ausgangsbeschränkungen auch Datingportale und die virtuelle Präsentation für die Partnersuche eine größere Bedeutung bekommen.

Das Netz ist empathischer geworden. Eine Umfrage der QVC-Unternehmensgruppe macht dies deutlich. „Ich style mich, um bei Videokonferenzen besser auszusehen, sagen 61 Prozent aus der Generation Z laut der aktuellen QVC-Umfrage. Jeder zweite Vertreter der Gen Z stylt dafür sogar seinen Hintergrund.“ Wir kreieren Ausschnitte unseres Lebens mit repräsentativem Charakter. Dieser Trend, da sind sich Experten sicher, wird auch langfristig Bestand haben.

 

Neue und flexible Arbeitsmodelle

Das Thema Home Office und Telearbeit sind keine Erfindungen dieser besonderen Zeit. Die Möglichkeiten des flexiblen Arbeitsplatzes haben allerdings zwangsläufig einen Boom erlebt. Viele Menschen mussten ins Home Office umziehen und dort die Möglichkeiten schaffen, um Arbeit, Distanzunterricht, Freizeitgestaltung und Familienleben auf begrenztem Raum und ohne Betreuungspuffer umzusetzen. Was als Kraftakt begann, hat Früchte getragen, die langfristig neue Wege eröffnen können.

Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen und der Arbeitsplatz mobil wird, können neue Arbeitsmodelle geschaffen werden, die in unserer Gesellschaft schon lange benötigt werden. Aus diesem aus der Not geborenen Trend kann zum Beispiel die Möglichkeit erwachsen, Beruf und Familie in Zukunft besser miteinander in Einklang zu bringen und so eine stärkere Gleichberechtigung zu schaffen. Was in der Krise notwendig und möglich war, kann in Zukunft eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer schaffen.

 

Die Tagesstruktur im Wandel

Einen amüsanten und gleichzeitig interessanten Rückblick auf die Veränderungen der vergangenen Monate hat Die Zeit Online veröffentlicht. Dort geht es vor allem darum, wie das Ausnahmejahr 2020 tägliche Gewohnheiten beeinflusst hat.

So hat sich zum Beispiel der Schlafrhythmus vieler Menschen um durchschnittlich 20 Minuten nach hinten verschoben. Grund dafür dürfte das Home Office sein. Wenn der Weg zur Arbeit wegfällt, darf der Wecker ruhig ein bisschen später klingeln.

Auch die Duschgewohnheiten haben sich nach Angaben der Wasserbetriebe spürbar verändert. Nahmen die meisten Menschen vor 2020 noch bis 8:00 Uhr morgens eine Dusche, hat sich die tägliche Reinigung inzwischen weiter über den Vormittag verteilt.

Der Einkaufszettel hat sich ebenfalls in vielen Haushalten verändert. Einige feste Größen haben sich dort etabliert. Mehl und Hefe bleiben ein Dauerbrenner beim Einkauf. Der schon sprichwörtlich gewordene Run auf Toilettenpapier hat sich in der zweiten Jahreshälfte glücklicherweise wieder gelegt. Eine durchdachtere Vorratshaltung hat sich in vielen Haushalten allerdings nachhaltig etabliert.

Außerdem geht der Trend zum Kochen in der eigenen Küche. Geschlossene Restaurants haben viele Menschen an den Herd zurückgeführt. Dabei wird der Speiseplan gezielt über virtuelle Angebote wie Chefkoch.de erweitert.

 

Gesundheit und Körperbewusstsein: Selfcare und Selbstoptimierung

Gesundheit und Körperbewusstsein spielen schon lange eine große Rolle im Leben der Deutschen. Durch die Beschränkung unseres individuellen Bewegungsspielraumes und die ausgiebige Zeit in den eigenen vier Wänden hat sich der Fokus allerdings etwas verschoben. Der Blick richtet sich jetzt stärker nach innen. Selfcare liegt im Trend. Wie fühle ich mich wirklich, sowohl physisch als auch psychisch? Was würde mir guttun und was kann ich wirklich umsetzen?

So Mancher hat gesundheitsbewusste Ernährung, gesundheitsfördernde Sportarten und leicht umzusetzende Techniken für Wellness und Entspannung als neues Hobby für sich entdeckt. Durch mangelnden Außenkontakt bekommen Sport und bewusste Ernährung eher einen selbstpflegenden als selbstoptimierenden Charakter. Der Blick nach innen tut gut und wird sich als Trend hoffentlich etablieren.

 

Persönlicher Besitz und das engste Umfeld gewinnen an Bedeutung

Wenn die eigene Welt plötzlich kleiner wird, rückt das nahe Umfeld in den Fokus. Für die meisten Menschen hat 2020 persönlicher Besitz deshalb an Bedeutung gewonnen. Wenn wir das Haus nicht verlassen können, sollte es zu Hause so gemütlich wie möglich sein. Smart Home Lösungen, die lange geplante und immer wieder verschobene Änderung der Inneneinrichtung, die Aufrüstung der Dusche und Badewanne zur Wellness-Oase, ein paar praktische Profigeräte für die Küche, es gibt so viele Möglichkeiten, um es sich zu Hause so angenehm wie möglich zu machen.

Nicht zuletzt wurden in den letzten Monaten auch viele Träume aus dem Bereich Home-Entertainment erfüllt. Der große Flatscreen, das Dolby-Surround-Soundsystem, umfangreiche Streamingdienstangebote oder die neue Konsole. Die Zeit zu Hause will gestaltet werden.

Das eigene Zuhause ist mehr denn je zum Rückzugsort geworden. Dieser Trend könnte die Bedeutung dieses Lebenszentrums auch langfristig prägen.

 

Wertigkeit statt Massenware im Einzelhandel

Der Einzelhandel ist geschlossen und Online-Versandhäuer haben aufgrund der hohen Nachfrage Lieferengpässe. Vielleicht muss es diesmal auch gar kein neuer Pullover sein. Der Kleiderschrank bietet meist viele Upcycling-Möglichkeiten und auch in anderen Bereichen des Haushaltes geht der Trend weg von der Wegwerfkultur.

Durch die eingeschränkten Bezugsmöglichkeiten von Konsumgütern hat Wertigkeit einen Sieg über Massenware davongetragen. Viele Verbraucher sind inzwischen bereit, mehr für Konsumgüter zu bezahlen, wenn die Qualität und Verarbeitung dafür Langlebigkeit versprechen. Dieser Trend könnte den Einzelhandel und das individuelle Konsumverhalten langfristig verändern.

 

Nachhaltigkeit wird zur Lebenseinstellung

Nachhaltig Leben ist schon lange ein Trend. Das Jahr 2020 hat Nachhaltigkeit auch zur Lebenseinstellung werden lassen. Vorratshaltung führt zu bewussterem Einkaufen und Konsumieren, wenn Shoppingtouren nicht mehr möglich sind, bekommen Wertigkeit und Upcycling eine größere Bedeutung.

Nicht zuletzt hatte auch die Schließung von Friseursalons, Kosmetikstudios und anderen Beautypalästen einen nachhaltigen Einfluss auf das tägliche Leben. Schönheitspflege kann zu einem spannenden und zugleich nachhaltigen DIY-Projekt werden. Shampoo und Pflegeprodukte lassen sich leicht selbst herstellen, Haareschneiden und Stylen lässt sich erlernen und vielleicht war der Abschied von der Kurzhaarfrisur oder von den Gelnägeln schon längst eine Überlegung?

Wenn Klimabewusstsein und Nachhaltigkeit DIY treffen, entsteht ein ökologischer und kreativer Trend, der das Potenzial zur dauerhaften Lebenseinstellung hat.

 

Was Sinn stiftet, darf bleiben

Insgesamt sind im Ausnahmejahr 2020 Dinge wichtig geworden, die Sinn stiften. Der Wandel von der Selbstoptimierung hin zur Selfcare, der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und Wertigkeit, der Blick nach innen auf die wahren Bedürfnisse im Alltag, all dies sind Zeichen für einen Trend, der Sinnstiftung im Fokus hat. Wenn der Lebensalltag auf einen kleinen Raum beschränkt wird, schärft das den Blick auf das Wesentliche und auf das, was wirklich möglich ist. Damit lässt sich der grundsätzliche Trend der bedeutungsvollen vergangenen Monate auf eine einfache Formel bringen:

Was Sinn stiftet, darf bleiben