Auto-Leasing oder Autokauf – Welche Methode lohnt sich?

Ein Ford Mustang ist der Traum vieler Autoliebhaber. Bildquelle: oskaline / Pixabay

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Wer sich ein neues Auto anschaffen möchte, hat mehrere Wege für die Realisierung zur Auswahl. Dazu gehören vor allem der normale Autokauf, der auch über eine Finanzierung vonstattengehen kann, und das Mieten via Auto-Leasing. Beide Möglichkeiten haben sowohl Vor- und Nachteile. Welche das im Einzelnen sind, erklären die folgenden Zeilen.

 

Laut den Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts waren im vergangenen Jahr rund 64,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Trotz der anhaltenden Debatten um Klima- und Umweltschutz ist die Liebe der deutschen Bürger für das Auto nicht erloschen. Jedoch ist der Wunsch vom eigenen Wagen mit einigen Vorbereitungen und Überlegungen verknüpft. Allen voran stellt sich die Frage der Finanzierung.

Da der Autokauf in der Regel einen großen Finanzaufwand verlangt, muss eine beträchtliche Summe aufgebracht werden. Insbesondere wenn es um Modelle der renommierten Hersteller geht. Allerdings spielt die Wahl des jeweiligen Modells eher eine untergeordnete Rolle, da die Finanzierungsart gut durchdacht sein sollte.

Autokauf in bar

Die wohl unkompliziertes Art und Weise einen Autokauf über die Bühne zu bringen, gelingt über den Erwerb in bar. Wer die nötigen finanziellen Kapazitäten sein Eigen nennen kann, sollte das entsprechende Fahrzeug direkt beim Händler oder im Autohaus bezahlen. Das Bezahlen in bar verlangt dabei nicht zwingend, dass die Summe vor Ort mit Scheinen beglichen wird. Auch eine Überweisung ist möglich. Es geht lediglich um liquides Kapital, das zur Verfügung stehen muss.

Der Barkauf hat den großen Vorteil, dass direkt mit dem Händler kommuniziert und ein Rabatt ausgehandelt werden kann. Die Grundlage für das Feilschen bietet der Fakt, dass keinerlei Sicherheitsrisiken seitens des Händlers zu befürchten sind. Wer hier ein gewisses Maß an Verhandlungsgeschick an den Tag legt, kann bis zu zehn Prozent Preisnachlass herausschlagen.

Ein weiterer Vorteil ist der Besitzanspruch, der mit dem Barkauf einhergeht. Nach Abschluss der Verhandlungen ist man sofortiger Eigentümer des Fahrzeugs und hat somit alle Rechte, ohne dass irgendwelche Instanzen wie der Hersteller oder eine Bank am längeren Hebel sitzen. Nichtsdestotrotz muss der Nachteil beachtet werden, dass das investierte Geld für das Fahrzeug als Kapital an anderen Stellen fehlen könnte.

Finanzierung per Ratenkredit

Der Autokauf in bar verlangt nur die Summe des jeweiligen Fahrzeugs und verursacht keine Nebenschauplätze wie Zinsen, die den Preis letztlich in die Höhe treiben. Das kann unter Umständen bei der Finanzierung per Ratenkredit anders aussehen. Abhängig ist die finanzielle Beschaffenheit von den Konditionen des Darlehens, die je nach Bank und Institution unterschiedlich aussehen.

Eine Finanzierung per Kredit hat den Vorteil, dass die große finanzielle Bürde nicht auf einen Schlag geschultert werden muss. Viel mehr verteilt sich die Summe auf mehrere Monate, so dass kein riesiges Loch in die Haushaltskasse gerissen wird. Wurden die entsprechenden Konditionen ausgehandelt und das Geld liegt auf dem Konto bereit, kann als Barzahler beim Händler aufgetreten werden. Das schafft abermals gute Verhandlungsvoraussetzungen.

Der entscheidende Nachteil bei der Ratenfinanzierung liegt in der Besitzverteilung, bis das Darlehen vollständig getilgt wurde. Während der festgelegten Laufzeit des Kreditvertrags verfügt die Bank oder der Kreditgeber über das Auto. Es dient als Sicherheit, falls Kreditnehmer zahlungsunfähig werden oder es zu anderen Komplikationen kommt.

Mieten durch Auto-Leasing

Der Autoerwerb per Leasing hebt sich klar von den anderen Methoden des Kaufs ab. Das Auto-Leasing entspricht einer Fahrzeugmiete, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums gezahlt werden muss. Leasingnehmer entrichten ohne jegliche Anzahlung und Zinsen einen monatliche Festbetrag an den Leasinggeber, der von Händlern, Herstellern oder Leasinggesellschaften verkörpert wird, und können im Gegenzug das Auto entsprechend fahren.

Aufgrund der speziellen Eigenart lohnt sich das Leasing insbesondere für Selbstständige und Freiberufler, da sich die anfallenden Raten als monatliche Betriebsausgaben von der Steuer absetzen lassen. Doch auch Privatpersonen können ihren Nutzen ziehen, da wegen den flexiblen Laufzeiten von ein bis vier Jahren immer ein Neuwagen mit moderner Technik gefahren werden kann. Zudem sind bei vielen Verträgen die Versicherung, Wartung und der Service inklusive. Diese einzelnen Aspekte fallen daher nicht in den Aufgabenbereich des Leasingnehmers. Die verschiedenen Leasing-Angebote wie sie z.B. auf der Schnäppchenplattform Mein Deal zu finden sind, erlauben individuell zugeschnittene Konditionen.

Das Auto-Leasing hat jedoch auch einige Nachteile. Da es sich um ein Mietgeschäft handelt, haben Leasingnehmer keinen Besitzanspruch auf den Wagen. Darüber hinaus lauern versteckte Kosten, da der häufigste Vertragstyp auf den gefahrenen Kilometern aufgebaut ist. Wird hier die festgelegte Obergrenze überschritten, droht eine hohe Schlusszahlung. Aus diesem Grund sollte das eigene Fahrverhalten gut abgeschätzt werden, um Mehrkosten zu vermeiden.

Frage der richtigen Finanzierung

Welche Autofinanzierungsmethode letztlich in Frage kommt, hängt immer von persönlichen Kriterien ab. Die perfekte Strategie, die sich auf alle Zielgruppen und Lebenslagen anwenden lässt, existiert nicht. Deshalb sollte vor einer endgültigen Entscheidungen erörtert werden, welcher Typ Fahrer man ist und inwieweit das Fahrzeug genutzt wird.

Wer ein Auto für geschäftliche Zwecke benötigt, fährt am besten mit dem Leasing. Ein Kauf lohnt sich nur bedingt, da die anfallenden Kosten in keinem Verhältnis zum eigentlichen Ertrag stehen. Selbstständige und Freiberufler profitieren von den absetzbaren Leasingraten, die beim Finanzamt einfach als Betriebskosten deklariert werden müssen.

Soll eine langfristige Bindung zum neuen Auto aufgebaut werden, entfällt die Finanzierungsmöglichkeit des Leasings, da die Verträge nur für einen kurzen Zeitraum angepasst werden. Aus diesem Grund ist ein Ratenkredit die deutlich sinnvollere Methode. Wer das nötige Kleingeld parat hat, kann auch einen Barkauf aus eigener Tasche in Betracht ziehen. Andernfalls ist die klassische Finanzierung der Königsweg. Besonders wenn feststeht, dass das Fahrzeug nach Ende der Laufzeit behalten wird. Da sich unzählige Kreditangebote auf dem Markt tummeln, kann nach den günstigsten Konditionen Ausschau gehalten werden.

Flexibilität beim Autokauf bietet die Ballonfinanzierung, die auf monatlichen Raten basiert und von der Höhe der geleisteten Anzahlung abhängig ist. Am Ende der Laufzeit kann sogar entschieden werden, ob das Auto wie beim Leasing zurückgegeben oder behalten wird. Fällt die Wahl auf letztere Option, muss eine Schlusszahlung geleistet werden. Fehlt an dieser Stelle die nötige Liquidität kann gegebenenfalls eine Anschlussfinanzierung in die Wege geleitet werden.