Ausbildungswege zum Simultandolmetscher

Es gibt Berufe, die Sorgen durch ihre gewöhnliche Tätigkeit für staunende Gesichter. Der Dolmetscher ist ein gutes Bespiel dafür. Wer die Übersetzer schein einmal im Fernsehen, im Radio oder auch live auf einer Konferenz erleben durfte, der hat zumeist nichts als Respekt für dieses Berufsfeld übrig. Auch wenn es bei der Tätigkeit des simultanen Dolmetschens ein gewisses Talent braucht, so ist die wahre Grundlage dafür aber eine gute Ausbildung. Wer sich schon immer für Sprachen interessiert hat, schnell lernt, sich gut konzentriert und großes Interesse an unterschiedlichen Themenfeldern hat, der ist für das Aufgabenfeld des Simultandolmetschers bestens geeignet. Wer Genaueres zu dem Thema erfahren möchte und vielleicht selbst mit dem Gedanken spielt, sich zum Simultandolmetscher ausbilden zu lassen, der stellt sich wahrscheinlich die Frage, wo eine Ausbildung möglich ist und welche Voraussetzungen man dafür mitbringen sollte.

Diese Institutionen bilden zum Simultandolmetscher aus

Tatsächlich ist es so, dass in Deutschland der Begriff des Dolmetschers nicht geschützt ist. Das bedeutet, dass sich jeder so nennen darf, auch wenn man vorher keine anerkannte Ausbildung genossen hat. In der Realität ist es aber so, dass von einem Simultandolmetscher regelmäßig Höchstleistungen erwartet werden, für die es bestimmte Grundvoraussetzungen braucht. Die Chancen auf einen schnellen Berufseinstiege und gute Aufträge nehmen mit der Art der Ausbildung erheblich zu.

  • Das Studium an einer Hochschule - hier erlernt der Studierende nicht nur, wie sich die eigenen Sprachkenntnisse konstant verbessern lassen, sondern auch die Landeskunde, passend zu den Sprachen, auf die er oder sie spezialisiert sind. Das erweist sich in der Praxis als ein großer Vorteil, da so die Interpretation, die bei einer Vielzahl an Übersetzungen nötig ist, deutlich verbessert wird.

  • Die staatliche Prüfung - je nach Bundesland wird Kandidaten eine staatliche Prüfung angeboten. Diese erlaubt dem Übersetzer, der die Prüfung erfolgreich ablegt, dass er den Titel "staatlich geprüfter Dolmetscher" trägt.

  • Die IHK-Prüfung - die Prüfung der Industrie und Handelskammer richtet sich vor allem an Dolmetscher, die in der Wirtschaft arbeiten möchten. Das Tätigkeitsfeld dieses Dolmetschers ist in der Regel etwas eingeschränkter als bei den beiden zuvor genannten Möglichkeiten.

Einen vorgeschriebenen Weg, um Simultandolmetscher zu werden, gibt es nicht. Wer sich für das Berufsfeld interessiert, der sollte die Chance zu Praktika in einem Übersetzungsbüro nutzen und mit möglichst vielen Dolmetschern über deren Tätigkeit sprechen. Dieses Wissen ist von enormer Wichtigkeit, wenn man sich selbst als Dolmetscher für einen bestimmten Kundenkreis positionieren möchte. Wer aktuelle Beiträge im Radio simultan, wenn diese beispielsweise ein Interview enthalten übersetzen möchte, der positioniert sich anders als ein Dolmetscher, der live auf politischen oder wirtschaftlichen Konferenzen tätig wird. Das Tätigkeitsfeld des Dolmetschers ist groß und spannend und unter anderem bietet sich auch die Möglichkeit an, auf eine Agentur zurückzugreifen. Diese hebt die eigenen Stärken nochmals hervor und hilft bei der Suche nach den passenden Jobs. Wer sich dazu entscheidet, sich zum Simultandolmetscher ausbilden zu lassen, auf den wartet ein Zukunft, die täglich etwas Neues mit sich bringt. Als Dolmetscher lernt man nicht aus und mitunter wird man Teil eines Erlebnisses, das in die Geschichte eingeht. Selbst war man als aktiver, wichtiger und sogar entscheidender Teil dabei und durfte damit zum Gelingen beitragen.