9 Tipps, um die eigene Gesundheit zu stärken

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Neben Corona haben auch Erkältungen und grippale Infekte gerade Konjunktur. Auch die Influenzasaison hat ihren Zenit erreicht. Zwar schützen Alltagsmasken nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen andere Erkrankungen, die von Viren und Bakterien ausgehen können, dennoch ist jeder gut beraten, der in diesen Zeiten mehr für seine Gesundheit tut. Gerade in der dunklen Jahreszeit, die gemeinhin Kälte und Nässe mit sich bringt, ist der Körper besonders anfällig für einen grippalen Infekt. Dieser Artikel gibt Tipps, wie sich Menschen gegen Viren, Bakterien & Co schützen können.

Fehlendes Tageslicht fördert Winterblues

Fehlendes Tageslicht kann dazu führen, dass sich eine Winterdepression entwickelt. Wer davon betroffen ist, fühlt sich meist antriebslos und müde. Ärzte sprechen von einer Winterdepression, wenn die Symptome länger als zwei Wochen anhalten und begründen die Erkrankung mit Lichtmangel. Dieser führt dazu, dass der Serotoninhaushalt im Gehirn durcheinandergerät.

Tipp 1: Bewegung gegen Winterblues

Um einen Winterblues in den Griff zu bekommen oder diesem vorzubeugen, hilft vor allem eines: Frische Luft und regelmäßige Bewegung. Auch wenn die Couch noch so sehr ruft: Wer schon regelmäßig einen Spaziergang einplant, kann der Winterdepressionen schon damit ein Stück entgegenwirken.

Körperliche Aktivität bringt den Serotoninstoffwechsel im Gehirn wieder auf Trab, hat die Forschung nachweisen können. Was außerdem hilft:

  • Tageslichtlampe mit einer Lichtstärke von 2500 bis 10000 Lux

  • Ausdauertraining

  •  Gesunde Ernährung

Viel Bewegung hilft natürlich, Infektionen besser abwehren zu können. Ein Fitnessarmband hilft dabei, die Schrittzahl zu überprüfen. Schon 10000 Schritte am Tag wirken sich positiv auf den menschlichen Körper aus. Spaziergänge, regelmäßiges Walken, Gymnastik an der frischen Luft und Ausdauersport bringen Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung.

Ergebnis: Der Körper kann besser gegen Erreger ankämpfen. Darüber hinaus steigt nicht nur die Immunabwehr, sondern auch die Laune. Wer unter jahreszeitlicher Depression leidet, sollte außerdem Genuss- und Glücksmomente in seinen Alltag einbauen. Das kann ein gutes Essen, ein wohlriechendes Vollbad, aber auch ein Telefonat mit lieben Menschen sein.

Tipp 2: Auf gesunde Ernährung achten

Gesunde Ernährung spielt im Grunde zu jeder Jahreszeit eine wichtige Rolle, damit wir uns in unserer Haut wohl fühlen. Im Winter umso mehr. Wer während der dunklen und kalten Jahreszeit einmal mehr auf seinen Süßigkeiten-Konsum achtet, tut sich etwas Gutes, denn ein hoher Zuckerkonsum kann dazu führen, dass sich Entzündungsprozesse rascher ausbreiten können.

Die Weltgesundheitsorganisation zum Beispiel empfiehlt, dass Erwachsene und Kinder weniger als zehn Prozent (besser noch weniger als fünf Prozent) der täglichen Energiezufuhr und maximal höchstens 25 Gramm aus sogenannten freien Zuckern stammen sollten. Mittlerweile gibt es viele Alternativen zu raffiniertem Zucker, zum Beispiel:

  • Kokosblütenzucker

  • Agavendicksaft

  • Ahornsirup

  • Honig

  • Reissirup

  •  Birkenzucker

Um das Immunsystem mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen zu stärken, sollte der regelmäßige Verzehr von frischem Obst und Gemüse ganz oben stehen. Vorzugsweise aus regionalem sowie saisonalem Anbau – noch besser – aus ökologischem Anbau. Wer sich daran hält, sorgt dafür, dass wertvolle Inhaltsstoffe durch kurze Lieferwege erhalten bleiben. Geeignet sind zu Beispiel

  • Wurzelgemüse wie Möhren und Pastinaken

  •  Kohl wie Blumenkohl, Wirsing, Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl

  • Wintersalate wie Radicchio oder Chicorée

  • Kürbis

  • Späte Obstsorten wie Äpfel, Trauben, Birnen

 

Tipp 3: Genug schlafen

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Auch ausreichend Schlaf sorgt auch dafür, dass das Immunsystem funktioniert. Wer also zu wenig schläft, macht sich angreifbarer für Krankheitserreger. Wie viel Schlaf nötig ist, variiert von Mensch zu Mensch. Empfohlen werden mindestens sechs Stunden, um am Morgen ausgeruht aufzuwachen. Wer sich schwer tut, einzuschlafen, kann vor dem Zubettgehen Tees mit schlaffördernder und entspannender Wirkung trinken, zum Beispiel:

  • Passionsblume

  • Kamillentee

  • Lavendel

  • Baldriantee

  • Hopfentee

  • Zitronenmelisse

Tipp 4: Schwitzen, schwitzen, schwitzen

Die Skandinavier machen es uns vor: Ihre Saunakultur ist legendär und gibt dem Immunsystem einen richtigen Kick. Obwohl die Sauna für den menschlichen Organismus eine Belastung darstellt, weitet die Hitze die Blutgefäße und bringt damit das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Aber: Menschen mit Bluthochdruck und Herzerkrankungen sollten auf einen Saunabesuch verzichten – oder den Arzt vorher um Rat fragen.

Das gilt auch für Diabetiker und bei akuten Infekten. Obwohl öffentliche Saunen derzeit wegen der Pandemie nicht öffnen dürfen, werden Saunabesuche in Zukunft sicherlich wieder möglich sein. Wer trotzdem nicht auf Schwitzkuren verzichten will, kann ein Bad mit entsprechendem Zusatz verwenden und anschließend in Ruhe nachschwitzen.

  • Auch Wechselduschen stärken das Immunsystem, weil sie die  Durchblutung anregen. Am besten drei Minuten warm duschen und anschließend 15 bis 30 Sekunden kaltes Wasser verwenden. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden

  • Fußbad: Fußbäder gelten als gesund und helfen auch, Stress abzubauen. Gleichzeitig wird der Kreislauf stabilisiert und das Immunsystem angeregt. Ätherische Öle und ein Schuss Mich ins Fußbad haben einen pflegenden und zusätzlichen gesundheitsfördernden Effekt. Fußbäder sind jedoch nicht für Menschen mit Krampfadern oder einem Lymphödem geeignet

Tipp 5: Warm anziehen!

Ein ausgekühlter Körper führt nicht automatisch zu einer Erkältung, aber er kann dazu beitragen, dass sich der Mensch leichter mit saisonalen Erkältungs- und Grippeviren und auch mit dem Coronavirus infiziert. Das gilt sogar schon für kalte Füße, die allein schon dazu beitragen, dass die Körpertemperatur absinkt.

Ein ausgekühlter Körper verändert auch die Durchblutung, auch die der Nasenschleimhäute. Krankheitserreger können deshalb leichter über die Nase in den Körper eindringen. Deshalb immer auf warme Bekleidung und vor allem auf warme Schuhe achten.

Tipp 6: Viel trinken

Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig, um die Prozesse des Körpers in Gang zu halten. Wer viel trinkt, sorgt außerdem dafür, dass sich Bakterien und Viren nicht so schnell im Körper festsetzen können. Am besten sind gesunde Säfte, Wasser oder Tees – aber kein Alkohol. Alkohol schwächt die Immunabwehr und macht anfälliger für Erkrankungen.

 

Tipp 7: Hygiene ernst nehmen

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Nicht erst seit Corona ist richtiges und häufiges Händewaschen ein gutes Mittel dagegen, sich Erkältungs- und Grippeviren vom Leib zu halten. Wer draußen unterwegs war, tut gut daran, sich zu Hause sofort die Hände zu waschen und anschließend zu desinfizieren.

Gut ist zum Beispiel auch, darauf zu verzichten, die Griffe von Einkaufswagen oder auch Türklinken zu berühren. Türklinken können häufig auch mit dem Ellbogen geöffnet werden, Einkaufswagen sollten vor Gebrauch am besten desinfiziert werden. Wichtig ist auch, darauf zu achten, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Damit besteht die Gefahr, dass Erreger über die Nase, den Mund oder die Augen ins Körperinnere gelangen.

Tipp 8: Stress meiden

Wer gestresst ist, ist nachweislicher empfänglicher für Virusinfektionen und andere Erkrankungen. Stressabbau fördert also die Gesundheit. Wie das jeweils gelingen kann, ist ganz individuell. Für viele ist Lesen eine Mittel zur Entspannung, andere treiben lieber Sport.

Durch Yoga zum Beispiel lassen sich Körper und Seele ins Gleichgewicht bringen. So wird auch das Immunsystem gestärkt. Wer mindestens einmal pro Woche für Entspannung sorgt, verbessert auf diese Weise seine natürlichen Abwehrkräfte.

Tipp 9: Auf Vitaminmangel achten

Am besten ist, den Vitaminspiegel im Winter durch ausgewogene Ernährung hochzuhalten. Manchmal aber reicht das nicht aus und es drohen Vitaminmängel. Beim Verdacht darauf ist es ratsam beim Arzt zunächst einen Vitamincheck zu machen. Vitaminmangel fällt unter anderem durch Erschöpfung und Müdigkeit auf. Auch vermehrte Reizbarkeit, Konzentrationsschwächen und Schlafstörungen können möglicherweise mit einem Mangel an Vitaminen und Spurenelementen zusammenhängen. Weitere Indizien sind zum Beispiel:

  • Zittern/Muskelschwäche

  • Hautirritationen

  • Häufige Erkältungen

  • Zahnfleischbluten

In der Winterzeit bekommt übrigens Vitamin D eine besondere Bedeutung bei. Es wird auch „Sonnenvitamin“ genannt, weil es gebildet wird, wenn Sonnenstrahlen auf die menschliche Haut treffen.

Im Winter ist es kaum möglich, eine ausreichende Menge Vitamin D über die Haut zu produzieren. Dabei ist der Stoff wichtig zur Aktivierung der körpereigenen Abwehr. Wenn unter Vitamin-D-Mangel leidet, hat ein schwächeres Immunsystem. Vitamin D kann in Maßen auch über die Nahrung aufgenommen werden, zum Beispiel über fettreiche Fischsorten, Käse, Leber, Eier und Avocados.

Eine wichtige Rolle spielt bekanntlich auch Vitamin C. Dahinter verbirgt sich Ascorbinsäure. Wer rund 500 Milligramm täglich zu sich nimmt, kann sei Erkältungsrisiko deutlich mindern. Wer kein synthetisches Vitamin zuführen möchte, trinkt Sanddorn- oder Hagebuttensaft, isst Zitrusfrüchte und Wintergemüse wie Rosenkohl.